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Usbekistan - Taschkent

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Taschkent mit seinem großen internationalen Flughafen ist meist der Ausgangspunkt einer Reise durch Usbekistan. Die Stadt wurde 1966 bei einem starken Erdbeben großteils zerstört, noch heute erinnert das Erdbeben - Denkmal in der Neustadt an dieses Ereignis. Taschkent wurde unter Mithilfe der anderen Sowjetrepubliken großzügig wieder aufgebaut, mit breiten Prachtstraßen und vielen Grünflächen. Aber auch in den letzten Jahren der Unabhängigkeit ändert sich Taschkent rasch. Neue moderne Bauten und große Hotels werden errichtet, im Zentrum werden Plätze neu gestaltet und verschönert. 

 Taschkent war immer schon Drehscheibe Zentralasiens, in zahlreichen hervorragenden Hotels nächtigen nicht nur Touristen, sondern auch Geschäftsleute und Konferenzteilnehmer. Moderne Regierungsgebäude wie das Parlament zieren heute die Stadt, mehrere Museen sind einen Besuch wert (Nationalmuseum, Museum der Angewandten Künste, Timur-Museum) und eine oft belebte Fußgängerzone lädt zum Bummel ein. An ihrem Ende vor dem Hotel Uzbekiston steht die Reiterstatue des Timur Lenk (oder Tamerlan), des heutigen Nationalhelden.

Nicht weit von der Fußgängerzone entfernt liegt das Opern- und Balletttheater, das in den 40er Jahren erbaut wurde. Seine Foyers sind mit typischen Dekorelementen der einzelnen usbekischen Provinzen geschmückt. Vor dem Theater mit seiner reich  verzierten Fassade befindet sich ein Springbrunnen in Form einer Baumwollkapsel, Symbol für eines der wichtigsten Exportprodukte des Landes.

Sehenswert ist auch die Metro von Taschkent, mehrere Stationen wurden aufwändig ausgeschmückt, so gleicht die Station Kosmonavtlar einer Raumstation, die Station Uzbeskiston steht unter dem Motto Baumwolle, die Station Alisher Navoiy ist dem berühmten Dichter gewidmet.

Trotz aller Moderne gibt es noch Orte, an denen das Leben pulsiert und orientalisches Flair erhalten ist, wie zum Beispiel auf dem großen Markt Chorsu, wo alles angeboten wird, was das Herz begehrt.

Und schließlich gibt es eine kleine erhaltene Altstadt mit einfachen Wohnhäusern und sehenswerten alten Gebäuden wie der Medrese Kukeldasch aus dem 16. Jahrhundert, eine der in Usbekistan noch heute in Betrieb befindlichen islamischen Hochschulen. Bereits hier lernt man die Architektur einer typisch zentralasiatischen Medrese mit großem Eingangsportal und Fayence-Mosaiken kennen. Ebenfalls in der Altstadt befindet sich die sehenswerte Medrese Barak Khan, ihr angeschlossen ist eine Bibliothek, in der eine der ältesten Koranschriften der Welt aufbewahrt wird,  möglicherweise handelt es sich sogar um einen Koran des Othman, des dritten Kalifen. Der gesamte Komplex wurde erst im Jahr 2007 völlig neu gestaltet. Große Parkanlagen wurden angelegt, die Bibliothek umgebaut und mit einer türkisen Kuppel geschmückt, in der näheren Umgebung wurden weitere neue Gebäude errichtet, die jedoch im traditionellen zentralasiatischen Stil gehalten sind.