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Der Oman besteht zum größten Teil aus Wüsten, nur wenige Gebiete entlang der Küsten und Berge sind fruchtbar und bewohnt. Im Landesinneren breiten sich riesige trockene Landstriche aus. Deutlich wird das auf der Fahrt von Muscat nach Salalah. Auf guter Straße fährt man stundenlang durch sandige oder steinige Ebenen, lediglich einige künstlich geschaffene Oasen mit Tankstelle und Coffee-Shop unterbrechen die Einöde. Der Oman verfügt jedoch auch über einige sehr schöne Dünengebiete, im Osten liegen die bis an den Indischen Ozean reichenden Wahiba Sands. Riesige Dünenkämme ziehen sich in Nord-Süd-Richtung, dazwischen liegen weite Täler, in denen vereinzelt Beduinen in einfachen Hütten leben und Kamele und Ziegen züchten. Die nördlichen Randgebiete der Wahiba Sands werden häufig besucht, mit dem Geländewagen kann man ein Stück in die Wüste vordringen, wo zwei feste Camps für Touristen errichtet wurden, in denen man eine eindrucksvolle Nacht in den Dünen verbringen kann. Die Weiterfahrt und Durchquerung der Wahiba stellt allerdings hohe Anforderungen an Mensch und Technik und sollte nicht unterschätzt werden.
Die größte Sandwüste der Erde ist die Rub Al Khali ("Leeres Viertel"). Ihr Zentrum liegt in Saudi Arabien, die Ausläufer erstrecken sich jedoch auch auf die angrenzenden Länder Jemen und Oman sowie auf die Vereinigten Arabischen Emirate. Gewaltige Sanddünen ziehen sich über Hunderte Kilometer, es gibt praktisch keine Oasen oder Siedlungen, die Region ist wenig erforscht. Bisher gelang nur wenigen Forschern wie zum Beispiel Wilfred Thesiger eine Druchquerung. Auf dem über 1000 Kilometer langen Weg von Muscat nach Salalah passiert man die Ausläufer dieser Wüste, deren Dünen bis an die gut ausgebaute Straße heranreichen. Wer hier einen Abstecher in das riesige Sandmeer machen möchte, sollte gut ausgerüstet sein. Auch etwas weiter südlich bei Sisr - hier befinden sich die Ausgrabungen von Ubar - sind Fahrten in die Dünen möglich.
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