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Die Kette des Hajar-Gebirges zieht sich entlang der gesamten Ostküste des Oman und reicht weiter über die Vereinigten Arabischen Emirate bis in die faszinierende Bergwelt von Musandam (siehe Musandam). Nordwestlich der Hauptstadt Muscat erreicht man über den Sumail-Pass die Oase Birkat al-Mauz, von hier führt eine steile und kurvenreiche Straße auf das Massiv des Jebel Akhdar ("Grüner Berg"). Obwohl sich die Straße in gutem Zustand befindet, ist dennoch ein Befahren nur mit allradgetriebenen Fahrzeugen erlaubt. Völlig unerwartet erreicht man ein riesiges Plateau, das Saiq-Plateau mit der gleichnamigen großen Stadt. In der Umgebung liegen zahlreiche kleine malerische Dörfer und Aussichtspunkte, wie zum Beispiel der Dianas Point, wo sich Lady Diana bei einem Besuch im Oman an einem Picknick erfreute. Vom Saiq-Plateau kann man schließlich noch weiter in die Berge fahren (die Abzweigung befindet sich am Anfang des Plateaus in der Nähe des Hotels Jebel Akhdar). Die Straße führt vorbei an zahlreichen Obstplantagen und kleinen Siedlungen und endet bei einer Terrasse, von der man einen schönen Ausblick auf die Umgebung hat.
Ein weiterer sehr lohnender Abstecher in die Berge ist die Fahrt in die Region des Jebel Shams. Dieser ist mit ca. 3000m (die Angaben schwanken zwischen 2997 und 3009m) Seehöhe die höchste Erhebung im Oman, auf dem Gipfel befindet sich allerdings eine Militärstation, weshalb dieser nicht zugänglich ist. Über die Stadt Al Hamrah ("die Rote"), in der es neben der malerischen Oase noch zahlreiche alte Lehmbauten traditioneller Bauweise gibt, gelangt man durch ein malerisches Tal zur Bergstraße, die ebenfalls steil und im oberen Teil nicht asphaltiert, aber gut befahrbar ist. Sie führt vorbei an zerklüfteten Felsen und kleinen Plateaus mit zahlreichen Aussichtspunkten. Auf etwa 2000m Seehöhe führt ein Abstecher zum (zu Recht) berühmtesten Aussichtspunkt der Region oberhalb einer riesigen Schlucht, die oft auch "Grand Canyon des Oman" genannt wird.
Am Fuß des Jebel Shams befinden sich die berühmten Forts Nizwa, Bahla und Jebreen, denen man unbedingt einen Besuch abstatten sollte, wenn man sich schon in der Region befindet (siehe Forts im Oman). Noch ein Stück weiter Richtung Nordwesten liegen die Ausgrabungen von Bat sowie die Bienenkorbgräber von Al Ain, Reste einer Kultur aus der Bronzezeit. Hier wurde Kupfer abgebaut und möglicherweise handelt es sich um das sagenumwobene Land Magan, aus dem Kupfer ins Zweistromland exportiert wurde. Gefunden wurden bis jetzt zahlreiche Gräber, es finden immer noch Ausgrabungen statt. Auch in den nahegelegenen Vereinigten Arabischen Emiraten wurden ähnliche Funde gemacht.
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