Der beschwerliche Weg zum Wau En Namus

Nur der wahre Wüstenfreak kann die Fahrt zu dem im Südosten des Fezzan gelegenen Krater Wau En Namus genießen. Einer der trockensten und staubigsten Landstriche Libyens kostet oft die letzten Nerven, jedoch wird der Reisende beim Anblick des Kraters feststellen, dass sich die Anreise gelohnt hat. Beinahe unwirklich erscheint der Krater von über 3 km Durchmesser, in dessen Mitte sich ein Berg, der eigentliche Vulkankegel, erhebt. In der schwarzen Aschelandschaft rund um den Berg liegen Seen unterschiedlicher Farbtönungen, Palmengruppen und Schilfgürtel, die einer Filmkulisse entstammen könnten. Eine mehrstündige Wanderung durch diese bizarre Landschaft stellt ein einzigartiges, wenn auch je nach Temperatur oft anstrengendes Erlebnis dar. Ein Fußweg führt auf den Vulkankegel, der hoch genug ist, um über den Kraterrand hinweg auf die weiten Ebenen blicken zu können.