Wer über die schwarzen Steine des Msak Setaffet rumpelt, kann sich kaum
vorstellen, dass es hier einmal grün gewesen sein soll und Menschen gelebt
haben. Jedoch ist dieses steinige Plateau zerfurcht von einer Reihe von Wadis,
an deren steilen Felswänden hunderte bis zu 10000 Jahre alte Felsgravuren
bezeugen, dass es hier einst Elefanten, Nashörner, Strauße, Giraffen und
Krokodile gab. Der bekannteste Platz ist Mathendous, relativ leicht erreichbar.
Hier liegen die Gravuren in so großer Menge knapp nebeneinander, dass im
Gegensatz zu anderen Gebieten der Sahara kein Führer nötig ist, um sie
aufzufinden. Die Erforschung der Bilder ist noch nicht abgeschlossen, immer
wieder geben verschiedene Zeichnungen neue Rätsel auf und es entstehen neue
Theorien.
Wer genügend Zeit hat, kann eine etwa 12 km lange Wanderung durch das
gesamte Wadi von In Habeter über El Aurer und In Galghewan bis Mathendous
unternehmen, auf der zahlreiche weitere wertvolle Gravuren zu finden sind.
Warnung: In kaum einer anderen Gegend gibt es mehr Giftschlangen als hier. Festes Schuhwerk und entsprechende Vorsicht sind angebracht. Eine Übernachtung im Wadi würde ich aus diesem Grund auch keinesfalls empfehlen, zu den Dünen des Idhan Murzuq mit seinen wunderschönen und weniger gefährlichen Übernachtungsplätzen ist es nicht weit.