Südlich der kleinen Siedlung Al Awaynat, die von den Tuareg Serdeles genannt wird, erstreckt sich das Akakus - Gebirge. An seiner Westseite präsentiert es sich als nahezu geschlossene Felswand, hier liegt auch die Stadt Ghat, an seiner Ostseite jedoch besteht es aus einem Gewirr von sandigen Wadis, umgeben von schroffen Felswänden, die teilweise von kleinen Dünen überlagert werden. Berühmt ist dieser Gebirgsstock nicht nur wegen seiner bizarren Felsformationen, sondern vor allem wegen seiner jahrtausendealten Malereien, die unter den Felsüberhängen zu finden sind.
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Westabfall des Akakus |
Zwei bis drei Tage sollten hier auf jeden Fall verbracht werden. Zweckmäßig ist es, sich von einem Führer die schönsten Felsbilder zeigen zu lassen, wobei die große Akakus - Runde ausgehend von Ghat dem Kurzbesuch von Al Awaynat aus vorzuziehen ist. Interessant ist auch der Besuch eines der Gueltas, der in engen Schluchten liegenden natürlichen Wasserbecken, die auch über längere Trockenperioden hinweg mit Wasser gefüllt sind. Heute bezieht die einzige hier noch lebende Familie ihr Wasser allerdings von einem modernen Brunnen, der von einem starken Dieselaggregat betrieben wird. Eine willkommene Erfrischung auch für den Reisenden, der hier gegen ein Trinkgeld eine Dusche nehmen kann. Allerdings muss er manchmal seine Autobatterie zum Starten des Dieselmotors zur Verfügung stellen.
Lohnend ist die Weiterfahrt über Pisten Richtung Osten, nach Querung der Dünenkette von Ouan Casa und des Plateaus des Msak wird das riesige Dünengebiet des Idhan Murzuq erreicht, idealer Übernachtungsplatz und Ausgangspunkt für Fahrten zu den Felsgravuren von Mathendous.