Südlich des Idhan Ubari, zwischen Sabha und Ubari, liegt das überaus fruchtbare Wadi Adjal. Eine langgezogene Oasenkette bildet die Lebensgrundlage für zahlreiche Ortschaften. Die grünen Gärten mit den großen Dünen im Hintergrund könnten einem Bilderbuch entstammen, jedoch hat auch diese Region zu kämpfen: seit die modernen Städte immer mehr Wasser aus dem Boden pumpen, senkt sich der Grundwasserspiegel ständig und es müssen immer tiefere Brunnen gegraben werden. Motorpumpen haben die alten Ziehbrunnen ersetzt, um die Gärten ausreichend zu bewässern.
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Gemüseladen in Germa |
Die Stadt Germa war einst Hauptstadt des Garamantenreiches, von diesem ist allerdings heute kaum noch etwas zu sehen. Ein Ruinengelände, das heute oft besichtigt wird, zeigt keineswegs wie oft vermutet die Reste der alten Garamantenstadt, sondern die Überreste einer Lehmhüttensiedlung, die vor 80 Jahren noch bewohnt war. Grabungen der Italiener sollten alte Bauwerke der Römer zutage bringen, die in den Jahren 20 und 19 v.Chr. in den Süden gezogen waren, um das Garamantenreich zu vernichten und sich kurz hier aufgehalten hatten, jedoch hält sich auch diesbezüglich die Ausbeute in Grenzen.
Die echte Garamantenstadt ist nicht mehr auffindbar, Reste von Festungen befinden sich südwestlich von Germa auf den das Wadi beherrschenden schroffen Felsen.
Die Orte Germa und Tekerkiba sind heute in erster Linie Ausgangspunkt für Fahrten ins Msak und in den Idhan Ubari, und willkommene Stützpunkte, um sich nach einer langen Wüstenetappe zu erholen.