Wesentlich abwechslungsreicher als die Fahrt über die Teerstraße ist die Route entlang der algerischen Grenze über eine alte Karawanenroute von Ghadames in den Süden, allerdings sollten hierfür drei bis vier Tage eingeplant werden. Die Strecke darf wegen der Grenznähe und ihrer Schwierigkeit nur mit einem Führer oder einer einheimischen Agentur befahren werden.
Zunächst quert man die Ausläufer der Hamada Al Hamrah, einer riesigen Steinebene, in der dem Reisenden die Endlosigkeit und Weite der menschenfeindlichen Steinwüste gut vor Augen geführt wird. Einem Sprichwort zufolge ist die Sahara der Garten Allahs, aus dem dieser alles Unnötige entfernt habe, damit es einen Ort gebe, an dem er in Frieden wandeln könne - hier war er offenbar besonders gründlich.
Bereits am zweiten Tag wird jedoch wieder Bilderbuchwüste erreicht. In einer mehrstündigen sehr schwierigen Fahrt sind die westlichen Dünen des Idhan Ubari zu überqueren, die hier noch wesentlich imposanter erscheinen als im Gebiet der Mandara - Seen. Manchmal gestaltet sich die Bewältigung der Dünenketten äußerst schwierig, auch die Routenführung ist oft nicht ganz klar, ein guter Führer ist hier enorm hilfreich.
Südlich der Dünen geht es dann weiter durch sehr abwechslungsreiche Landschaften aus Bergen, Dünen, Steinwüsten und kurzen Ebenen. Immer wieder findet man interessante Steinformationen, manchmal sogar versteinertes Holz, am Rande der Piste.
Nach drei bis vier Tagen wird je nach Route bei Serdeles (Al Awaynat) oder Ghat die Teerstraße erreicht.