Meist erfolgt die Anreise direkt von Tripolis nach Sabha, lohnend ist jedoch
der Umweg über Ghadames. In beiden Fällen wird die fruchtbare Küstenregion
bald verlassen und man erklimmt den Abbruch des Jebel Nafusah. Weiter südlich
wird die Landschaft zusehends trocken und eintönig, die Weiten der Wüste
werden fühlbar. Wer den Umweg über Ghadames macht, wird auf seiner Weiterfahrt
nach Gariyat die nördlichen Ausläufer der Hamada überqueren und mehrere
Stunden lang über eine herrliche Asphaltstraße durch das Nichts brausen.
In Gariyat treffen sich die beiden Wege wieder, zunächst geht es noch ein Stück weiter durch die Ausläufer der unwirtlichen Hamada, südlich von Swayrif wird es jedoch wieder etwas hügelig. Links der Straße verläuft über längere Zeit die Trasse einer Wasserpipeline, ein Teil des "great man made river" Projekts, mit dem fossiles Wasser aus der Wüste in den Norden gepumpt wird, um die Städte mit gutem Trinkwasser zu versorgen. Schwarze vulkanische Hügel sind auf beiden Seiten der Straße zu sehen, vor Brak erblickt man in der Ferne rechts die Berge des Jebel Al Hasawinah. Es ist dies eines der vielen noch völlig unerforschten Gebiete Libyens, in dem sich Vulkane und ebenso wie im Akakus Felsbilder befinden.
Zwischen Brak und Sabha wird es dann kurz sandig. Die neue Straße durchquert den östlichsten Zipfel des Idhan Ubari, bevor man die Hauptstadt des Fezzan erreicht.