Der Fezzan im Südwesten des Landes ist das von Reisenden am häufigsten besuchte Gebiet der libyschen Sahara. Das Gebiet verfügt über die unterschiedlichsten Landschaftsformen sowie mehrere kulturelle Höhepunkte. Hauptstadt des Fezzan ist Sabha, von hier aus zieht sich nach Westen die Oasenkette des Wadi Adjal (heute Wadi Haya), einst Zentrum der Garamanten, die rund um Germa ein mächtiges Reich errichteten.
Nördlich des Wadi Adjal liegt mit dem Idhan Ubari eines der größten
Dünengebiete Libyens, das sich bis nach Algerien erstreckt. In seinem
östlichen Teil liegen zwischen den Dünen die Seen von Mandara.
Im Süden erhebt sich das Hochplateau des Msak, in dessen Wadis bis zu 10000 Jahre alte Felsgravuren zu finden sind.
Im äußersten Südwesten liegen Al Awaynat (Serdeles) und Ghat, die Zentren der libyschen Tuareg und Ausgangspunkt für Fahrten in das Akakus-Gebirge, welches berühmt ist für seine sandigen Wadis, begrenzt von schroffen Felswänden. An den überhängenden Felsen und in kleinen Höhlen gibt es zahlreiche Malereien aus einer Zeit, in der die Sahara noch fruchtbarer und bewohnt war.
Fährt man von Sabha nach Südosten, gelangt man zur alten sagenumwobenen Karawanenstadt Murzuq, die jedoch ihren alten Glanz verloren hat und nur mehr auf der Durchreise als Versorgungsstützpunkt angefahren wird. In Timessa endet die Asphaltstraße, und in einer beschwerlichen Etappe durch die Wüste kommt man zu einem der spektakulärsten Naturwunder des Landes, dem Wau En Namus.