Leptis Magna war mit Sicherheit die größte Stadt Tripolitaniens, sie verdankte ihren Wohlstand nicht nur dem fruchtbaren Umland und den hier endenden Karawanenrouten, sondern auch der Tatsache, daß im Jahr 193 mit Septimius Severus ein Mann aus Tripolitanien Kaiser wurde. Er stammte aus Leptis Magna und verhalf seiner Heimatstadt zu großem Reichtum. Die bereits bestehenden Gebäude wurden erweitert, und mit dem severischen Baukomplex (Basilika, Forum und Nymphaeum) wurden Prunkbauten riesiger Ausmaße geschaffen.
Ebenso wie Sabratha war Leptis Magna nach dem Einfall der Araber nicht mehr lange bewohnt und wurde bald vom Wüstensand begraben und damit konserviert, was die Arbeiten bei den Ausgrabungen erleichterte. Diese wurden hauptsächlich von den Italienern durchgeführt, und es wurde besonders intensiv gearbeitet, da das faschistische Regime den Glanz des römischen
Imperiums wiederaufleben lassen wollte. Allerdings konzentrierte man sich in erster Linie auf die Epoche der Blütezeit und vernachlässigte die anderen Perioden.
Heute steht Leptis Magna als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO, ein eigenes "department of antiquities" wurde gegründet und die Grabungen werden nun, wenn auch langsam, wieder fortgesetzt.