Sabratha

In etwas mehr als einer Stunde erreicht man mit dem Auto von Tripolis aus die malerisch am Meer gelegenen Ruinen von Sabratha, das als punische Kolonie von Khartago aus gegründet wurde. Da sich hier nach dem Einfall der Araber keine ständige Siedlung mehr befand, konnte das Gelände (im Gegenatz zu Tripolis) von den Italienern freigelegt werden. Auch wenn die Stadt nicht so gut erhalten ist wie Leptis Magna, bietet sie doch einige Besonderheiten.

Im Ruinengelände wurden zwei Museen eingerichtet, in dem zahlreiche sehr gut erhaltene römische und byzantinische Mosaike sowie Fundstücke aus der punischen Zeit zu sehen sind. Das Prunkstück ist zweifellos das Bodenmosaik der direkt am Meer gelegenen justinianischen Basilika, welches abgetragen und hier wiederaufgebaut wurde. Übrigens hat man vom Dach des punischen Museums (über eine kleine Treppe an der Seite des Gebäudes) einen sehr schönen Überblick über das gesamte Ruinengelände.

Berühmt ist Sabratha vor allem für sein Theater, dessen Bühnengebäude fast zur Gänze wiederhergestellt wurde. Es gilt als das größte Theater Afrikas (auch wenn es wegen des nur teilweise wiedererrichteten Zuschauerraumes kleiner wirkt als das Theater von Leptis Magna) und fasste 5000 Zuschauer. Das Bühnengebäude war 22 Meter hoch und war mit 96 Marmorsäulen, die großteils heute noch erhalten sind, geschmückt. Die wertvollsten Stücke jedoch sind die Reliefs unterhalb der Bühne, die ebenfalls großteils noch erhalten sind.