Die Hauptstadt Libyens ist heute eine moderne Stadt, die so schnell wächst,
dass in allen Reiseführern unterschiedliche Angaben über die Einwohnerzahl zu
finden sind. Gesichert ist allerdings, dass es mittlerweile über mehr als eine
Million Einwohner hat.
Auch wenn die Sehenswürdigkeiten leicht zu Fuß erwandert werden können, so ist dennoch eine Fahrt quer durch die riesige Stadt mit ihren Stadtautobahnen und Hochhäusern durchaus interessant.
Im Zentrum befindet sich der grüne Platz mit dem reich ausgestatteten Nationalmuseum. Hier findet der Besucher in einer wahrscheinlich bereits auf römische Zeiten, in ihrer jetzigen Form jedoch hauptsächlich von den Türken bzw. der Familie der Karamanlis errichteten Burg wertvolle Exponate, die die gesamte Geschichte Libyens präsentieren. Vor allem die aus der Zeit der Römer stammenden Statuen und Mosaike verdienen Beachtung.
Vom grünen Platz aus gelangt man durch ein Tor in die Medina, die alte
Stadt. Das Treiben in den schmalen Gassen hat in den letzten Jahren wieder etwas
zugenommen, wenn es auch niemals so rege wie in anderen arabischen Städten ist.
Nicht weit vom Museum befindet sich der Uhrturm aus türkischer Zeit, daneben
eine schmale Gasse, in der Metallwaren hergestellt werden. Von hier gelangt man
weiter in das Viertel der Goldschmuckgeschäfte, aber auch ein Besuch des
überdachten Teils des Souks mit Textilwaren ist durchaus empfehlenswert.
Mehrere sehenswerte Moscheen liegen in der Altstadt, diese sind allerdings
von außen oft schwer erkennbar, und der Zutritt ist Touristen meist verboten.
Manchmal gelingt es, in libyscher Begleitung die Gurgi-Moschee, welche als die
am reichsten verzierte Moschee gilt, zu besuchen.
Gleich daneben befindet sich der Triumphbogen des Marc Aurel (163 n.Chr.)
sowie Reste eines Tempels, der einer Stadtgottheit von Oea gewidmet war. Dies
sind auch die einzigen Ausgrabungen im Zentrum von Tripolis, obwohl sicherlich
unter den Häusern der Altstadt noch viel zu finden wäre.
Auf der der Altstadt gegenüberliegenden Seite des grünen Platzes gibt es zahlreiche Gebäude im italienischen Kolonialstil. In den Arkaden der die breiten Straßen säumenden Gebäude befinden sich zum Teil noble Geschäfte.
Lohnend ist ein Spaziergang zur Hauptpost hinter dem Hotel Kebir und der
danebenliegenden alten Kathedrale, die in eine Moschee umgewandelt wurde. Ihr
Dach ziert nun ein Halbmond anstelle des christlichen Kreuzes. Von hier führt
eine Straße zum ehemaligen von einem kleinen Park mit Palmen umgebenen
Königspalast, der nun als Bibliothek und zeitweise auch als Galerie Verwendung
findet.
Abends sollten Sie in einem der guten Restaurants von Tripolis essen. Vor allem der Besuch der guten Fischrestaurants, aber auch anderer Lokale mit arabischer Küche bildet mit Sicherheit einen Höhepunkt Ihrer Libyen - Reise.