Teil B: Ortsbeschreibungen
Tripolitanien

Jebel Nafusah / Ausblick von Nalut

Das Gebiet im Nordwesten des Landes ist gekennzeichnet durch einen schmalen fruchtbaren Küstenstreifen (das historische Tripolitanien), der im Süden von den schroffen Felswänden des Jebel Nafusah begrenzt wird, an denen oft die von der Küste kommenden Regenwolken hängen bleiben. Dieser geht allmählich in die Hamada Al Hamrah, der großen rötlichen Steinebene, über. Hier, am nordwestlichen Zipfel der Hamada Al Hamrah, liegt mit der Stadt Ghadames ein wichtiger Karawanenkreuzungspunkt.

Erste Siedlungen an der Küste errichteten die Punier, später blühten hier die römischen Städte Sabratha, Leptis Magna sowie Oea (heute Tripolis). Seinen Reichtum verdankte das Gebiet nicht nur seiner Lage an den Endpunkten der Karawanenrouten, sondern auch seiner heute noch erkennbaren Fruchtbarkeit.

alte Olivenölpresse / Cabao

Entlang der Küstenstraße befinden sich hunderte Oliven- und Orangenbaumplantagen, allerdings wird heute auch hier zusätzlich künstlich bewässert, die Niederschläge fallen oft zu unregelmäßig und nicht ausreichend. Die Städte wachsen schnell und sind vorwiegend modern, über eine Altstadt verfügt lediglich Tripolis.

Von touristischem Interesse sind vor allem die Hauptstadt Tripolis und die römischen Ausgrabungen von Sabratha und Leptis Magna. Auf dem Weg in den Süden sollte unbedingt zumindest eine der drei Berberfestungen am Jebel Nafusah besucht werden, und die unter dem Schutz der UNESCO stehende Stadt Ghadames in der Wüste ist auf jeden Fall eine Reise wert.