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Wahrscheinlich bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. entstand das Reich von Saba,
das von seiner Lage an der Weihrauchstraße profitierte. In der Hauptstadt Marib
wurde ein gewaltiger Staudamm mit über 600 Metern Länge errichtet und durch
zwei Schleusentore das Wasser in ein kompliziertes Bewässerungssystem geleitet.
Der Damm bestand über mehr als 1000 Jahre, die beiden Tore sind heute noch
großteils erhalten und werden oft besucht. An der Mauer eines Schleusentores kann man
eine alte Inschrift sehen.
Ebenfalls sehenswert sind die Reste zweier Tempel, die auch aus der Zeit des
sabäischen Reiches stammen. Jemeniten bezeichnen diese auch oft als Sitz der
Königin von Saba, die hier gelebt haben soll (Anm: nach der äthiopischen
Legende war die Königin von Saba eine Äthiopierin, die in der Nähe von Axum
lebte).
Wer genug Zeit hat, kann den neuen Staudamm einige Kilometer oberhalb des
alten Bauwerkes besuchen. Mit ausländischer Hilfe wurde hier ein riesiger
Stausee geschaffen, der das Umland das ganze Jahr über mit Wasser versorgen
soll. Von der Staumauer aus hat man einen guten Ausblick auf das Tal sowie die
umliegenden Berge.
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