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Allgemeines
Sanaa
Bergjemen
Indischer Ozean
Tihama
Marib
Hadramaut
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Derzeit sind Reisen in den Jemen aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen, dennoch möchte ich dieses faszinierende Land,
in dem ich zahlreiche Reiseleitungen und auch Privatreisen durchgeführt habe,
hier vorstellen. Es bleibt zu hoffen, dass die Probleme friedlich gelöst werden
und die jemenitische Bevölkerung bald in Ruhe und Freiheit leben kann. Dann
wird sie auch wieder - so wie einst - Reisende freundlich empfangen.
Seit dem
Zusammenschluss der beiden Länder Nordjemen und Südjemen konnte das
gesamte Land an der ehemaligen Weihrauchstraße während einer Reise besucht werden. Der Jemen fasziniert nicht
nur wegen seiner abwechslungsreichen Landschaft (Berge, Küsten, Wüsten und
riesige Wadis), sondern auch wegen seiner
einzigartigen und ebenfalls abwechslungsreichen Architektur. Bis zu
achtstöckige Lehmbauten ebenso wie kühne aus Naturstein erbaute Felsennester
in den Bergen sind in dieser Art in keinem anderen Land dieser Erde zu finden.
Die überaus freundliche Bevölkerung macht das Reisen in diesem Land zu
einem besonderen Erlebnis, zumal hier Traditionen wie das Tragen des
Krummdolches oder das Kauen von Kat gepflegt werden und offenbar in keinem
Gegensatz zu modernen Errungenschaften stehen. Auch im 21. Jahrhundert kann er Reisende Arabien wie im Märchen
erleben.
In
den 90er Jahren nahm der Tourismus stark zu, erlitt jedoch immer wieder
Rückschläge. In vielen Regionen des Landes kam es immer wieder zu
Entführungen von Reisenden, in den meisten Fällen versuchten lokale Stämme,
von der Regierung damit Zugeständnisse zu erpressen. Derartige Entführungen
gingen fast immer unblutig aus und die Reisenden kamen nach Verhandlungen
wieder frei. Die Regierung war natürlich bemüht, derartige Vorfälle zu
verhindern, in als gefährlich eingestuften
Gebieten wurden Touristen unter Polizeischutz gestellt. Gute lokale Veranstalter
pflegten den Kontakt zu den Stämmen, in der Wüste (zwischen Marib und dem Wadi
Hadramaut) reisten Gruppen in Begleitung eines Beduinen, der als
Empfänger eines nicht unerheblichen Schutzzolls die Sicherheit der Gruppen
garantierte. Ein völlig neues Problem kam im Juli 2007 auf, als es in Marib
erstmals zu einem Terroranschlag gegen Touristen kam, es folgten weitere
terroristische Aktionen, bei denen es sehr wohl Opfer gab. Damit wurden die
Reisewarnungen der europäischen Außenministerien ständig verschärft - es schien auch tatsächlich ratsam, gewisse Regionen im Land zu
meiden und sich auf Reisen im Jemen gut vorzubereiten. Die jüngsten Ereignisse
ließen den Tourismus völlig zusammenbrechen, das Ende der Probleme ist leider
derzeit nicht absehbar.
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