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Jemen - Hadramaut

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Bereits für die ersten europäischen Forscher war das zweitgrößte Wüstental der arabischen Halbinsel ein begehrtes Ziel, allerdings nur unter größten Mühen und Gefahren zu erreichen. Ab den 90er Jahren gestaltete sich dieses Unternehmen etwas leichter, zumal es täglich Flüge nach Sayun gibt. Auch die Anreise auf dem Landweg hat sich vereinfacht. Von Mukalla kommend führt eine gut ausgebaute Teerstraße in schwindelerregenden Serpentinen über die Berge auf den Djol, ein unwirtliches Hochplateau. Hier kann man entweder der Teerstraße weiter folgen, oder über eine Nebentraße das sehenswerte Wadi Doan erreichen. Auch von Sanaa führt ein interessanter Weg über Marib durch die Wüste, wobei die echte Wüstenstrecke der neugebauten Teerstraße vorzuziehen ist, hier sollte man sich von einem Beduinen begleiten lassen und ausreichend Schutzzoll zahlen - sofern Reisen in den Jemen überhaupt wieder möglich sind.

Begleitschutz auf der Fahrt über den
Djol ins Wadi Doan

Beduinenbegleitung in der Wüste
zwischen Marib und Hadramaut


Das Wadi Hadramaut besticht durch seine Landschaft mit seinen steil abfallenden Felsen und grünen Oasengärten. Mehrere Städte sind wegen ihrer einzigartigen Architektur einen Besuch wert: Sayun mit seinem großen Sultanspalast, der an fernöstliche Paläste erinnert und heute zu einem Museum umgestaltet wurde. Tarim mit seinen alten Palästen und dem schlanken Minarett der Al Midhar Moschee. Und natürlich Shibam, das wegen seiner aus Lehmziegeln errichteten bis zu acht Stockwerke hohen Häuser unter dem Schutz der UNESCO steht.


Sayun

Tarim

Shibam

Tarim


Steht ausreichend Zeit zur Verfügung, lohnt sich auf jeden Fall ein Ausflug ins Wadi Doan mit der Stadt Al Hajarayn, die kühn an den steilen Felsen liegt und der Stadt Sif mit ihren traditionell bunt bemalten Häusern.